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Die Vorteile eines Gründachs nutzen! Mithilfe der Gründachpotenzialanalyse können Sie ermitteln, ob und wie gut sich Ihr Dach für eine Begrünung eignet.
Unser Assistent informiert Sie über Ihr Gründachpotential.

Informationen zur Grünpotenzialanalyse

Sie möchten sich über Gründächer informieren oder die Hintergründe der Potenzialberechnung erfahren? Dann bieten wir Ihnen hier weitere Informationen. Klicken Sie zum Aufrufen der Seiten auf die kreisförmigen Symbole.

 

9 Fakten zu Gründächern

Weiterführende Informationen zu Gründächern.

Berechnungsgrundlagen

Ein Überblick über die Berechnungsverfahren zur Grünpotenzialanalyse.

FAQ

Finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Grünpotenzialanalyse.

 

9 Fakten zu Gründächern


1. Unterschied intensive und extensive Dachbegrünung

Bei Dachbegrünungen wird unterschieden zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung. Ein extensiv begrüntes Dach ist nicht zur Nutzung bzw. regelmäßiges Betreten durch den Menschen gedacht. Die Bepflanzung wird meist sich selbst überlassen und besteht hauptsächlich aus naturnahen Pflanzengesellschaften, die relativ anspruchslos und selbsterhaltend sind. Eine Pflege und Bewässerung ist nur in der Anfangsphase nötig, um das Anwachsen zu unterstützen. Pro Jahr genügen in der Regel zwei Wartungsgänge, bei denen Abflüsse gesäubert und Baumsämlinge entfernt werden. Durch die geringe Aufbauhöhe und flache Substrattiefe kann die extensive Begrünung mit einem Neigungswinkel bis 30° bei lagerungsstabilen Substraten realisiert werden. Bei stärkerer Neigung müssen konstruktive Sicherungsmaßnahmen eingebaut werden.

Ein intensiv begrüntes Dach ist beispielsweise ein Dachgarten, der regelmäßig durch den Menschen genutzt und gepflegt wird. Durch die größere Aufbauhöhe und tiefere Substratschicht kann diese Nutzungsart nur auf Dächern mit einer Neigung bis 5° realisiert werden. Die dickere Substratschicht erlaubt es, auch mehrjährige Stauden und Gehölze einzusetzen.

 

2. Retentionsleistung

Die Retentionsleistung oder Wasserrückhaltekapazität beschreibt die Fähigkeit, auftreffendes Wasser zurückzuhalten, also den Abfluss zu reduzieren. Extensiv genutzte Gründächer können 50 bis 70 % und spezielle Retentionsdächer bis zu 80 % des Jahresniederschlages zurückhalten. Bei Starkregenereignissen sind es 30 bis 40 %. Die Retentionsleistung ist abhängig von der Dicke der Substrat- und Drainageschicht und der Dachneigung. Je flacher das Dach und je dicker die Substratschicht, desto höher ist die Retentionsleistung

 

3. Abkühlung der Umgebung

Die Abkühlungsleistung begrünter Flächen ist gegenüber nicht begrünten Flächen deutlich größer. Während auf konventionellen Dächern 95 % der eintreffenden Strahlung in Wärme umgewandelt wird, sind dies bei extensiv begrünten Dächern nur 42 %. Gleichzeitig wirkt die Verdunstung des zurück gehaltenen Wassers kühlend auf die Umgebung. Beide Vorgänge - die starke Reflexion der Strahlung und die Verdunstungskühlung - bewirken eine deutliche Reduktion der Oberflächentemperatur von begrünten Systemen. Zusätzlich verhindert die Verschattungswirkung der Vegetation das Aufheizen des unterliegenden Baumaterials des Daches bzw. der Fassade. Der Temperaturunterschid kann im Sommer auf einem bepflanzte Dach gegenüber einem nicht bepflanzten Dach bis zu 40° C betragen.

 

4. Staubbindung

Gründächer wirken wie Filter. Feinstaubpartikel bleiben an ihnen hängen und werden so aus der Luft gefiltert. Über ein Jahr kann ein extensiv genutztes Gründach pro Quadratmeter bis zu 10 g Feinstaub der Größe bis PM10 aufnehmen.

 

5. CO2-Bindung

Pflanzen nehmen das klimaschädliche Gas Kohlenstoffdioxid (CO2) auf und nutzen es im Zuge der Photosynthese zur Energiegewinnung; Gleichzeitig wird im Rahmen des photosynthese-Prozesses Sauerstoff (O2) frei. Damit trägt eine Gebäudebegrünung zur Verbesserung der Luftqualität bei und liefert einen Beitrag zum Klimaschutz.

 

6. Dämmende Wirkung

Ein Gründach hat eine dämmende Wirkung auf das darunter liegende Gebäude. Im Winter sind die Wärmeverluste eines begrünten Daches bis zu 19 % geringer als bei einem nicht begrünten Flachdach. Im Sommer verhindert das Gründach ein starkes Aufheizen des Dachgeschosses. Dadurch schützt es gleichzeitig die Dachkonstruktion vor starken Temperaturschwankungen und  erhöht so die Haltbarkeit.

 

7. Gründächer sind Lebensraum

Gründächer bieten Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Neben Parks und Gärten stellen auch Dachbegrünungen wertvolle (Ersatz-)Lebensräume in ansonsten stark versiegelten Gebieten für verschiedene Tierarten dar. Insbesondere extensive Dachbegrünungen, die naturbelassen und pflegearm sind, bieten wichtige Rückzugsräume für Tier- und Pflanzenarten. Vor allem Insekten und Vögel finden hier Nahrung und Unterschlupf. Eine Vielzahl von Kleinstlebewesen, die sich zudem auf Gründächern und Fassaden ansiedelt, tragen durch ihre Lebensweise zum Abbau von Schadstoffen bei.Je diverser die Mischung der Pflanzenarten auf einer Grünfläche ist, desto größer ist der Nutzen der Begrünung im Hinblick auf die Biodiversität aber auch auf die anderen Effekte wie Luftreinhaltung oder Abkühlungsleistung. Im Kontext der aktuellen Diskussion über das Bienensterben bieten besonders blühende Pflanzen Wildbienen eine Lebensgrundlage.

 

8. Kostenvorteil Gründach

Auch finanziell ergeben sich durch Gründächer Vorteile. Viele Städte und Gemeinden erkennen die Anlage eines Gründaches als Vermeidungs- oder Kompensationsmaßnahme im Kontext der Eingriffsregelung nach Baugesetzbuch an. Andere Kommunen belohnen die Wasserrückhalteleistung mit einer Reduktion der Entwässerungsgebühr. Auch eine direkte Förderung ist in einigen Städten möglich. Der Witterungsschutz, der durch die Begrünung entsteht, schützt zudem die darunter liegende Dachhaut, verlängert die Lebensdauer und senkt damit die Unterhaltungs- und Sanierungskosten.

 

9. Statik

Ein Gründach hat wegen des Cachaufbaus und des Substrates ein höheres Gewicht als ein konventionelles Dach. Die Eignung der Statik ist vor Baubeginn in jedem Fall von einem Fachunternehmen zu prüfen.

 
 

 

 

 

 

 

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